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Bestände

Landeshauptarchiv Koblenz

D Städte und Kommunen

D.2 Kommunen

Bestand 655,053 Archiv der Bürgermeisterei Kirchberg

Bestand 655,053
Archiv der Bürgermeisterei Kirchberg
Laufzeit
Findbuch
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Umfang
208 Akten: (1771)-1778-1887 (2,25 Rgm)
Beschreibung
Bestandsbildner:

Die Stadt Kirchberg mit Umgebung fiel 1708 bei der Aufteilung der Vorderen Grafschaft Sponheim an Baden und wurde Sitz des gleichnamigen Badischen Oberamts (bis 1794). Dieses Oberamt Kirchberg setzte sich zusammen aus den nachfolgend genannten Gemeinden:

Neben Kirchberg mit der Außenbürgerschaft gehörten dazu die Gemeinden Dillendorf, Maitzborn, Oppertshausen, Rödern und Schönborn sowie die fünf Pflegen Belg (mit Altlay, Belg, Kappel, Rödelhausen und Würrich), Denzen (mit Denzen, Dickenschied, Hecken, Panzweiler, Reckershausen, Rohrbach und Womrath), Koppenstein (gebildet aus Braunweiler und Gehlweiler; außerdem Mitverwaltung in Henau, Schlierschied, Gemünden u. a.), Sohren (mit Bärenbach, Büchenbeuren, Hahn, Lautzenhausen, Niederweiler, Sohren und Wahlenau) und Kostenz (mit Kludenbach, Metzenhausen, Nieder Kostenz, Ober Kostenz, Schwarzen, Schlierschied und Todenroth). Dazu kam 1776 noch das Unteramt Dill mit Dill, Niedersohren und Sohrschied.

Von 1798 bis 1814 bildete Kirchberg den Verwaltungssitz des französischen Kantons Kirchberg sowie auch der gleichnamigen Mairie im Arrondissement Simmern des Rhein-Mosel-Departements.

Zur Mairie Kirchberg gehörten die Gemeinden Denzen, Kirchberg, Oppertshausen, Rödern und Schönborn. Zur Mairie Dill gehörten die Gemeinden Dill, Dillendorf, Hecken, Lindenschied, Maitzborn, Sohrschied und Womrath. Zur Mairie Gemünden gehörten die Gemeinden Dickenschied, Gehlweiler, Gemünden, Hausen, Henau, Panzweiler, Rohrbach, Schlierschied und Woppenroth. Zur Mairie Nieder Kostenz gehörten die Gemeinden Kappel, Kludenbach, Metzenhausen, Nieder Kostenz, Ober Kostenz, Reckershausen, Schwarzen, Todenroth und Würrich. Zur Mairie Sohren gehörten die Gemeinden Altlay [Kanton Trarbach], Bärenbach, Belg, Büchenbeuren, Laufersweiler, Lautzenhausen, Niedersohren, Niederweiler und Wahlenau.

Nach der Zuordnung des Gebiets der späteren sogenannten Rheinprovinz an das Königreich Preußen 1815 auf dem Wiener Kongress wurde die Stadt Kirchberg 1816 Sitz der preußischen Bürgermeisterei Kirchberg im Kreis Simmern (am 14. Mai 1816 im "Amtsblatt der Bezirksregierung zu Coblenz" veröffentlicht), welche (unter der späteren Bezeichnung "Amt Kirchberg") bis 1969 in der Zusammensetzung unverändert bestehen blieb.

Die Bürgermeisterei Kirchberg bestand neben Kirchberg noch aus den Gemeinden Denzen, Dickenschied, Dill, Dillendorf, Kappel, Kludenbach, Kostenz (Nieder), Kostenz (Ober), Laufersweiler, Maitzborn, Metzenhausen, Oppertshausen, Reckershausen, Rödern, Schönborn, Schwarzen, Todenroth und Womrath.

1858 wurden Kirchberg (nach 1259) außerdem erneut die Stadtrechte verliehen.
Inhalt
Bestandsgeschichte und -beschreibung:

Die Akten aus der Bürgermeisterei Kirchberg gelangten im Jahr 1905 in das Landeshauptarchiv (damals Staatsarchiv) Koblenz.

Die insgesamt 210 Einzelnummern umfassen zusammen eine Laufzeit von (1771) 1778-1887 und haben einen Umfang von etwa 1,5 Regalmetern (Rgm).

Die Archivalien befassen sich vornehmlich mit den folgenden Themenbereichen: Allgemeine Verwaltung; Archiv und Registratur; Finanz- und Rechnungswesen, Schulden; Gemeindegüter, Nutzungen; Gewerbe; Grenzen, Weiden und Waldungen; Kirchen, Kultus, Schulen; Kontributionen, Requisitionen; Lagerbücher; Landwirtschaft; Militär; öffentliche Gebäude, Brunnen- und Wegebau; Pastorei-, Kollektur- und Präsenzverwaltung; Polizei; Statistik; Waldungen; Wohlfahrtssachen.

Die Überlieferung umfasst dabei neben der preußischen Verwaltung auch die vorhergehende Zeit der französischen Herrschaft.

Der gesamte Bestand wurde, anhand zweier älterer undatierter Findbuchexemplare (eines davon sowohl modern handschriftlich als auch maschinenschriftlich, das andere ausschließlich maschinenschriftlich [beide wohl aus der Mitte des 20. Jh.]) in die Verzeichnungsdatenbank des Landeshauptarchivs Koblenz eingegeben. Neben dem vorhandenen Papier-Ausdruck von 2007 ist er dadurch auch online in Gänze recherchierbar.
Literatur
Literatur und ergänzende Überlieferung in Auswahl:

Carla Regge: Chronik der Verbandsgemeinde Kirchberg im Hunsrück. 1789 - 1983; hrsg. von der Verbandsgemeindeverwaltung Kirchberg (Hunsrück); Idar-Oberstein, Charivari-Verlag, 1983

Best. 33 "Reichsgrafschaft Sponheim"

Best. 311,003 "Friedensgericht Kirchberg"

Best. 656,073 Personenstandsunterlagen "Kirchberg/Hunsrück"
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