zurück
Findbuch
Ergebnis

Bestände

Landeshauptarchiv Koblenz

D Städte und Kommunen

D.2 Kommunen

Bestand 655,031 Archiv der Bürgermeisterei Ohlweiler

Bestand 655,031
Archiv der Bürgermeisterei Ohlweiler
Laufzeit
Findbuch
» Findbuch zum Bestand «
Umfang
38 Akten: 1720, 1795-1849, 1923 (1,34 Rgm)
Beschreibung
Bestandsbildner:

Die Bürgermeisterei Ohlweiler wurde, als die linksrheinischen Gebiete mit dem Besitzergreifungspatent vom 15. April 1815 an das Königreich Preußen fielen, aus den Dörfern Belgweiler, Biebern, Fronhofen, Heinzenbach, Nannhausen, Nickweiler, Mengerschied, Ohlweiler, Ravengiersburg, Reich, Sargenroth, Tiefenbach, Unzenberg und Wüschheim gebildet. Sie lag im Kreis Simmern im Regierungsbezirk Koblenz. Ihre Wurzeln gehen zurück auf die durch die französische Militärverwaltung eingeführten Mairien. Ohlweiler war von 1800 bis 1814 Hauptort der gleichnamigen Mairie im Arrondissement Simmern. Diese fasste die Orte Belgweiler, Mengerschied, Ohlweiler, Ravengiersburg, Sargenroth und Tiefenbach zusammen. Von 1798 bis 1800 gehörte Ohlweiler als Commune zum Kanton Simmern. Die Verwaltungsebenen Kanton wie Arrondissement Simmern unterstanden dem Präfekten des Rhein-Mosel-Departements mit Sitz in Koblenz.

Bereits im frühen Alten Reich übten die Ortschaften Nickweiler, Ravengiersburg, Reich und Tiefenbach als Sitz von Schultheißereien die Gerichtsbarkeit des Landgerichts der Probstei Ravengiersburg aus. Sie unterstanden, wie auch die anderen Orte, die zur späteren Bürgermeisterei Ohlweiler gehörten, der Herrschaft der Kurfürsten von der Pfalz und der mit ihnen verwandtschaftlich verbundenen Fürsten von Simmern.

Zum 31. März 1939 wurde die Bürgermeisterei Ohlweiler aufgehoben. Ihre Rechtsnachfolge trat die Amtsbürgermeisterei Simmern-Land an.
Inhalt
Bestandsgeschichte und -beschreibung:

Der Best. 655,031 Archiv der Bürgermeisterei Ohlweiler wurde nach den Zugängen 24/1905 (12 Bände Lagerbücher von Biebern, Heinzenbach, Ravengiersburg, Reich und Nannhausen, Archivaliennummern 18 - 29) sowie 27/1908 (16 Sachakten, Archivaliennummern 1 - 16) im damaligen preußischen Staatsarchiv Koblenz als Depositum gebildet. Er umfasst heute 29 Archivalien, was etwa 1,5 Rgm entspricht. Seine Gesamtlaufzeit reicht von 1720 bis 1923, wobei es sich bei der Archivalie (Nr. 25) von 1720/21 um ein Lagerbuch von Ravengiersburg und bei der von 1923 (Nr. 17) um eine Einzelblattüberlieferung zum Thema Trichinenschau handelt, welche zu einem späteren Zeitpunkt in den Bestand gelangt ist. Jedoch konzentriert sich die Überlieferung im Wesentlichen auf den Zeitraum von 1795 bis 1849 und befasst sich inhaltlich vor allem mit den Themenbereichen Gemeindegüter, Wahlen, Statistik, Prozesse, Militär, Grundbesitz, Dienste und Abgaben. 2017 wurde der Bestand mit Rücksicht auf die Überlieferung der Bürgermeisterei in "Archiv der Bürgermeisterei Ohlweiler" umbenannt, nachdem er zuvor als Best. 655,031 "Ohlweiler, Bürgermeisterei" bezeichnet worden war.
Literatur
Literatur und ergänzende Überlieferung in Auswahl:

Wagner, Willi: Ohlweiler - ein Dorf im Hunsrück, Ohlweiler 1992.

Fabricius, Wilhelm: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, zweiter Band. Die Karte von 1789 - Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794, photomechanischer Nachdruck 1965 der Ausgabe Bonn, 1898.

Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Territorialverhältnisse der Gemeinden in Rheinland-Pfalz von 1789 bis zur Bildung des Landes, Statistik von Rheinland-Pfalz Band 172, Bad Ems 1967.

Thorey, Volker/Geis, Claus: Nachweis genealogischer Quellen im Gebiet der ehemaligen Preußischen Rheinprovinz, Band 1: Wohnplatzverzeichnis, 2. Auflage, Köln 2003.

Best. 4 Kurfürstentum Pfalz und Fürstentum Simmern

Best. 261 Unterpräfektur des Arrondissements Simmern (für alle Orte außer Sargenroth)

Best. 491 Landratsamt Simmern

Best. 656,117 Ohlweiler (Dezennaltabellen der Mairie und Bürgermeisterei Ohlweiler, teilweise auch mit Mairie und Bürgermeisterei Unzenberg)

Das Archiv der Amtsbürgermeisterei Ohlweiler im "Hunsrückarchiv" bei der Kreisverwaltung des Rhein-Hunsrück-Kreises
nach oben